Symposium „Nuclearisation of Africa“ Johannesburg, Südafrika

Julia Bohnert hat vom 16. bis 20. November 2015 für die PLAGE an dem Symposium “Nuclearisation of Africa“ in Johannesburg, Südafrika, teilgenommen. Organisiert wurde die Konferenz vom Schweizer Zweig der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges), uranium-network.org sowie der FSE (Federation for a Sustainable Environment, Südafrika). HIER finden Sie ein Kurzvideo über die Konferenz und Julia Bohnert im Interview. 

Bei dem internationalen Zusammentreffen berieten und diskutierten WissenschaftlerInnen, ÄrztInnen und AktivistInnen über die gesundheitlichen, ökologischen, rechtlichen und sozialen Aspekte des Uranabbaus. Angesichts der immensen Lobbyarbeit von atombefürwortenden Unternehmen galt es zudem, gemeinsam Strategien und Aktionen gegen eine vermeintliche Nuklearisierung des afrikanischen Kontinents zu entwerfen. 

Eine Exkursion zu den West Rand Goldfields verdeutlichte die katastrophalen Hinterlassenschaften des Gold- und Uranabbaus in Südafrika ganz unmittelbar: alleine in der Siedlung Tudor Shaft leben 1.800 Menschen auf (!) radioaktiven Abraumhalden und sind täglich Strahlenwerten wie im damaligen Sperrgebiet rund um Tschernobyl ausgesetzt. 

Südafrika betreibt seit den 1980er Jahren zwei französische 900-MW-Reaktoren am Standort Koeberg, 30 km nördlich von Kapstadt. Bis 2023 beabsichtigt das Land, acht Reaktoren von dem russischen Atombetreiber ROSATOM zuzubauen. 

Julia Bohnert berichtete unter anderem im Freien Radio Salzkammergut im Jänner 2016 von Ihrer Teilnahme an dem Symposium "Nuclearisation of Africa". HIER ist der Beitrag (ab Minute 8:55) in der Sendereihe "Begegnungswege" nachzuhören.